Senkgarten in Finkenkrug


Juli 2004

Bis zu dem Zeitpunkt als ich das erste Mal den Garten von Karl Foerster betrat, hatte ich keine Vorstellung davon, was ein Senkgarten ist.

Die Anlage des Senkgartens übte eine große Faszination auf mich aus. Der Garten schien sich in eine Bühne zu verwandeln, auf der die Akteure die Pflanzen waren. In den folgenden Jahren besuchte ich den Garten zu unterschiedlichen Jahreszeiten und war immer wieder beeindruckt von der Schönheit, die er zu jeder Zeit ausstrahlte.

Der Senkgarten vereinigt verschiedene Vorteile:

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Senkgarten

Bei der Größe des Foersterschen Senkgartens kommt sicher kein normaler Gartenbesitzer, der 900 qm beackert, auf die Idee eine solche Anlage für sich ins Auge zu fassen. Als ich aber eines Tages eine kleine Zeichnung eines Senkgartens in einer Gartenzeitung entdeckte, liess mich Idee von einem kleinen Senkgarten in unserem Vorgarten nicht mehr los. Ich baute ein Modell, passte die Gestaltung an den zur Verfügung stehenden Platz an und machte mich im Sommer 2003 ans Werk für den Bau eines Senkgartens.

Da Natursteinmauern relativ viel Platz brauchen, plante ich die kleinen Mauern und das Wasserbecken in der Mitte mit Klinkern.

Im April 2004 war es so weit: nach einem Anstrich mit einer Kautschukfarbe wurde das erste Mal Wasser in das Becken gefüllt. die Pflanzen im Becken sollen nur einen kleinen Teil des Beckens einnehmen, damit die Spiegelung der Bäume im Wasser sichtbar bleibt.

Als Erstbepflanzung hat eine kleine Seerose (Nymphaeha Aurora, gelb-rot-bühend) Einzug gehalten, Wasserhahnenfuss soll Sauerstoff produzieren. Ausserdem gibt es noch eine Wasserhyazinthe und Wasserfarn, die für eine gute Wasserqualität sorgen sollen.


Senkgarten

 

Zwei grosse Teichmuscheln sollen ebenfalls zur Wasserreinigung beitragen. Ein Stichlingpaar belebt das Gewässer.

Auf den umliegenden Beeten soll ein Duft- und Kräutergarten entstehen. Das Kriterium für die Pflanzen ist: sie sollen kleinbleibend, essbar und duftend sein. Für den Anfang habe ich einige Salatköpfe in die Mitte gesetzt.

Es bleibt spannend, wie der Garten am Ende aussehen wird. Karl Foerster würde dazu sagen: "Kein Gartenfortschritt ohne Wagnis! " Oder auch: "Wer mit seinem Garten schon zufrieden ist, verdient ihn nicht". Besonders an den letzten Satz muss ich häufig denken, wenn ich durch unseren Garten gehe.

Garten von Karl Foerster

Bau eines Senkgartens