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Wege ins Internet
Dr. Juliane Laschke

Nach einer Untersuchung der Universität Marburg vom letzten Jahr sind 37500 deutsche Unternehmen bereits im Internet vertreten, mehr als die dreifache Menge von Unternehmen sind auf dem Sprung in das Internet.

Wie geht man die Präsenz im Internet an? Welche Punkte gibt es bei der Planungzu bedenken?

Es gibt unterschiedliche Arten der Nutzung des Internets. Denkbar wäre als einfachste Variante die passive Nutzung in Form einer ãVisitenkarte" Das würde bedeuten, daß sie Ihre Kanzlei, ähnlich einer Zeitungsanzeige, mit ihren gewünschten Informationen darstellen. Die Information läßt sich weltweit unter ihrer WWW-Adresse abrufen oder unter den entsprechenden Stichworten auffinden.

Die erweiterte Variante ermöglicht die Kontaktaufnahme mit ihnen. So können Interessenten die Möglichleit nutzen, mit Wünschen und Fragen an sie heranzutreten. Über eine Mailbox können sie mit anderen, soweit sie bereits ebenfalls im Internet vertreten sind, in Verbindung treten. Außerdem können sie selbst Informationen im Netz suchen.

Bei der ersten Variante brauchen sie selber keinen direkten Netzzugang, da ihre Informationen bei einem externen Provider liegen. Der Provider stellt seinen Kunden Speicherplatz und Netzanbindung zur Verfügung. Dies wird von einer Vielzahl von Providern zu äußerst unterschiedlichen Konditionen angeboten.

Folgende Punkte sollten vorrangig bei der Auswahl beachtet werden:

- Der Provider sollte einen Einwahlknoten innerhalb des zuständigen Ortsnetzes haben, - er sollte über leistungsstarke Datenleitungen verfügen und

- vom Volumen unabhängige Gebühren berechnen.

Es gibt viele Angebote, die auf den ersten Blick äußerst preisgünstig erscheinen -und für den privaten Nutzer gibt es die sogar auch- für Firmen hat eine gute Leistung jedoch ihren Preis. Das bedeudet je nach Leistung, die in Anspruch genommen wird, entstehen Kosten von einigen hundert Mark im Monat.

Bei der erweiterten Variante benötigt man neben einem PC entweder eine ISDN-Karte oder aber ein Modem. Die erforderliche Software wird üblicherweise vom Provider zur Verfügung gestellt. Neben den Kosten für den Provider fallen außerdem Telefongebühren für die Dauer der on-line-Verbindungen an.

Für die Planung, Gestaltung und Programmierung der Seiten für das World Wide Web (WWW) wird man sich an einen Experten wenden, es sei denn, daß man selbst oder ein Mitarbeiter in der Kanzlei ausgeprägtes technisches, organisatorisches und gestalterisches Interesse mitbringt. Aber auch wenn man die WWW-Seiten in Auftrag gibt, so gehen dem eine Reihe wichtiger strategischer Überlegungen voraus.

Am Anfang steht die Frage, was will man mit einer eigenen Homepage im World Wide Web erreichen? Will man Klienten werben? Will man über E-Mail kommunizieren? Will man selbst im Netz recherchieren? Will man über die Darstellung der Kanzlei hinaus Informationen anbieten und wenn ja, mit welchem Inhalt? Mit welchem Service kann man sich von seinen Mitbewerbern abheben?

Dies alles sind Fragen, die zunächst geklärt werden sollten. Aus diesen Überlegungen entsteht ein grobes Konzept, das die Grundstruktur der Informationen, die in das Netz sollen, aufzeigt und Umfang, Zeitplanung und Kosten bereits abschätzen läßt. Überlegt werden muß auch, wie die Pflege der WWW-Seiten gewährleistet werden kann, denn die Internetpräsenz lebt von einer beständigen Aktualisierung. WWW-Seiten, die veraltet wirken, hinterlassen keinen guten Eindruck und sind daher eher schädlich.

Der nächste Schritt ist ein Feinkonzept der WWW-Seiten, in dem die Struktur der gegliederten Information klar erkennbar ist und anhand eines grafisch dargestellten Strukturbaums das Navigations-und Informationsdesign deutlich wird. In der Gestaltung muß sich die Corporate Identity des Unternehmens wiederspiegeln.

Hieran schließt sich die Erstellung der Seiten. Hierfür müssen Texte geschrieben und in HTML (Hypertext Markup Language) programmiert werden, Bilder und Grafiken in die passenden Formate konvertiert werden. Schließlich erfolgt das Testen des Gesamtsystems. Es muß überprüft werden, wie die Seiten bei unterschiedlichen Rechnern und Browsern aussehen (das sind die Programme mit denen man sich WWW-Seiten ansehen kann). Das Ergebnis kann sehr unterschiedlich sein und es muß daher geprüft werden, wie die WWW-Seiten mit unterschiedlichen Browsern und bei unterschiedlicher Bildschirmgröße wirken und ob kein Link auf eine Fehlermeldung führt. Nach erfolgreichen Tests kann die Homepage in das WWW gestellt werden. Nun kann man noch die Seiten bei den Suchmaschinen bekannt machen, damit die eigenen Seiten auch per Stichwortsuche gefunden werden können.

Wieviele interessierte Nutzer auf die WWW-Seiten zugreifen, läßt sich zu jeder Zeit aus einer Statistik ersehen. Diese Information sollte man nutzen und in regelmäßigen Abständen überprüfen, welche Informationen im Netz besonders gefragt sind. Damit hat man die Möglichkeit, das eigene Informationsangebot bedarfsgerecht anzupassen.

Welchen Weg sie auch wählen, die Möglichkeiten der Profilierung sind vielfältig und setzen ihrer Fantasie keine Grenzen.


Erschienen im "Berliner Anwaltsblatt", Heft 7-8/97

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