Geburt des ersten Sohnes

Am 3. Mai 1943 wird nach einer unkomplizierten Schwangerschaft der erste Sohn, Henrik, in Berlin-Tempelhof im Sankt-Josefs-Krankenhaus geboren. Er wird nach dem Großvater von Hella benannt. Einige Tage früher als gedacht kommt er mit den Füßen zuerst zur Welt. Gegen ihren erklärten Willen erhält Hella eine Vollnarkose, so dass sie das Ende der Geburt nicht bei Bewußtsein erlebt. Aber sie ist begeistert von ihrem Kind. Henrik ist ein ruhiges Kind, beim Trinken schläft er immer ein und durch die mühselige Trinkprozedur entzünden sich die Brustwarzen. Es gibt auch zu wenig Milch, so dass jeweils Henrik jeweils gewogen werden muss und Zusatznahrung bekommt. Nach wenigen Tagen kehren Hella und Henrik in den Lankovelweg zurück.

Die Zeit der Schwangerschaft und die ersten zwei Jahre von Henrik ist durch den Briefwechsel zu dieser Zeit zwischen Hella und Wolfgang gut dokumentiert.

Den Sommer 1943 verbringt Hella mit ihrem kleinen Sohn in Kalifornien im großelterlichen Haus, in dem Hellas Großvater und die jüngste Schwester (Martha, genanntt Maring) leben. Es ist das Haus direkt hinter dem Deich, an das Hella gute Erinnerungen aus Kinderzeiten hat. Für den Winter ist dieses Quartier allerdings nicht geeignet, weil die Wege zu allen Versorgungseinrichtungen sehr weit sind. So verbringt sie den Winter in Friedrichroda, wo Tante Elisabeth, eine Schwester von Wolfgangs Vater, Willi, lebt.

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