Verlobung und Hochzeit

Hella und Wolfgang treffen sich jetzt regelmäßig. Öfters treffen sie sich im "Kaffee Kunze" in der Kaiser-Wilhelm-Straße in Lankwitz, ein teures Kaffee, das eigentlich die finanziellen Möglichkeiten von Wolfgang übersteigt, der als Uhrmacher sein Geld verdient. Hella ist zwar von der Leichtligkeit, Kontaktfreudigkeit und Heiterkeit angetan, sieht aber auch, dass seine Grosszügigkeit seine Möglichkeiten sprengt. Mit Verwunderung sieht Hella, dass ihr Freund ein illustres Leben mit wechselnden Freundinnen geführt hat. Fotoalben geben da eindeutiges Zeugnis, einige Bilder sind entfernt.

Im Dezember stellt Hella ihren Freund den Eltern vor, die ihn auch sympathisch finden. Hellas Mutter ist allerdings der Ansicht, dass sie sich verloben müssten, denn so die Stimme der Mutter, "was soll ich denn den Nachbarn sagen?". In dieser Form trägt Hella den Wunsch ihrer Mutter vor und man verlobt sich im November 1940.

Auch die Schwestern von Wolfgang muss Hella kennenlernen. Zu der älteren Schwester, Gabi, empfindet Hella gleich große Sympathie, es verbindet auch der gleiche Beruf, den die beiden haben und schätzen. Die jüngere Schwester wohnt zeitweise bei Wolfgang.

Zunächst wollen Hella und Wolfgang heiraten, sobald der Krieg zuende ist. Als sich aber kein Ende abzeicnet, heiraten sie am 15. Mai 1942. Wolfgang, der bis dahin als Vertreter der Uhrenfirma Filius gearbeitet hat, wird von der Polizei zu einer Sanitäterausbildung herangezogen und wird dann auch als Sanitäter eingesetzt.

Hochzeit, 15. Mai 1942

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