Krankheit

Ende der Fünfziger Jahre treten erste Krankheitssymptome bei Hella auf, sie hat Schwierigkeiten nach dem Schalter einer Lampe an ihrem Bett zu greifen. Als später Gleichgewichtsstörungen auftreten, wird nach eingehenden Untersuchungen Multiples Sklerose diagnostiziert.

Es folgen ein längerer Aufenthalt im Waldkrankenhaus in Zehlendorf und ein Aufenthalt im Müttergenesungsheim.

Zu derselben Zeit in der Hella im Waldkrankenhaus ist, wird Henrik mit Verdacht auf eine Hirnhautentzündung ins Krankenhaus eingewiesen. Eine Diagnose, die sich dann nicht bestätigt

Hella schreibt intensiv Briefe in dieser Zeit, so dass der Arzt, der bei der Visite eines Tages ohne Füllfederhalter in Hand sieht, sie fragt, ob es ihr nicht gut gehe, doch, sagt sie, es ginge ihr gut. Worauf der Arzt sagt: "Sie schreiben ja gar nicht".

Außerdem intensiviert sie ein Hobby, dass sie bereits vorher betrieben hat: Pflanzenteile pressen und damit kleine Kunstwerke auf Karten kleben.


Nach anfänglicher Verzweiflung über die Aussichtslosigkeit der Diagnose und der Unmöglichkeit einer Verbesserung des Zustands, beginnt sie die Krankheit zu akzeptieren, die in Schüben voranschreitet. Jeder Schub hinterlässt weitere Einschränkungen. Betroffen sind hauptsächlich die Beine, das Tastgefühl in den Händen, der Verdauungstrakt, Blase und das Gleichgewichtsgefühl.

Es wird immer schwieriger die drei Stockwerke zur Wohnung zu bewältigen.

Henrik heiratet nach seinem Studium und zieht nach Gummersbach.

1969 stirbt Minna, die immer ein wichtiger Mittelpunkt der Familie war, an den Folgen eines Schlaganfalls.


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