Dr. Patricia Angela Huber

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Literarisches Berlin (E.T.A. Hoffmann),Führungen durch Ausstellungen-Berliner Museen im Visier, Nationalsozialismus & Widerstand,Kalter Krieg & Teilung & die Mauer

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Zertifikat Studiosus Reisen GmbH, seit 12 Jahren Leitung von Studienreisen und Städteführungen in Paris, London, Madrid, Barcelona, München und Berlin (Guide bei Berlin Tourismus Marketing GmbH).
Berlin eine Stadt im ewigen Wandel, die mit ihrer Vielfalt fasziniert.

Den alten Fritz in der alten Nationalgalerie flöten sehen, oder den "Fujiama", die postmoderne gewagte Dachkonstruktion im Sony Center bewundern, die Grenzen von Vergangenheit und Gegenwart treffen hier fast allen Orts aufeinander und sind zugleich fließend. Vom Checkpoint Charlie, dem legendären Grenzübergang in Berlins Mitte, ist es nur ein Katzensprung zum Gendarmenmarkt, mit seinem würdevollen Schauspielhaus, errichtet von meinem Lieblingsarchitekten Carl Friedrich Schinkel. Dieser herausragende Platz bietet, wie viele andere Plätze Berlins, ein gutes Beispiel dafür, die Entwicklung Berlins mit all seinen Strömungen bis in die Gegenwart zu rekonstruieren. Der große Kurfürst zeigte hier Toleranz indem er 2 Dome bauen ließ, einen für die Protestanten aus der Heimat und den anderen für die Protestanten aus der Ferne, eine Tradition die sich bis zum Philosoph auf dem Thron, Friedrich d.Gr. fortsetzte. Der Soldatenkönig, der Berlin nicht nur an dieser Stelle militärisch prägte, umrahmte den Platz mit Kasernen, die sein Sohn Friedrich d.Gr. als allzu preußisch militante Note wieder abtragen ließ. Ihm lag eher die Verschönerung der beiden Kirchen am Herzen, die er mit Kuppel ausstatten ließ. Carl Friedrich Schinkel schließlich baute zu Anfang des 19. Jahrhunderts sein Schauspielhaus genau in die Mitte, ein klassizistisches Gebäude, das heute als Konzertsaal und für wichtige Events, wie die Filmfestspiele, die Bambi Verleihung oder den Kirchentag genutzt wird. Wie auch andernorts in Berlin vollzog sich die Konzeption des Platzes nicht nur nach italienischem Vorbild, sondern in starkem städtebaulichem Bezug zum Berliner Stadtschloß, das ja jetzt mit Spenden der Berliner Bürger wieder aufgebaut werden soll. Etwas hinter Bäumen versteckt, gegenüber dem legendären Weinhaus Lutter&Wegner steht am Rande des Platzes ein kleines Denkmal von E.T.A. Hoffmann, der als Phantast und deutscher Romantiker Weltruhm erlangte, und hier lebte und schrieb und zugleich am Kammergericht, heute Teil des jüdischen Museums, tätig war.

Das Schauspielhaus selbst hat ebenfalls Geschichte geschrieben, nicht nur mit seiner Remineszenz an die deutschen Klassiker und der Tatsache, dass mit Goethes Iphigenie auf Tauris der Theaterbetrieb eingeleitet wurde, sondern es kristallisierte sich auch in politischer Hinsicht zum einem Symbol des starken Bürgerwillens und der liberalen Gesinnung in Berlin heraus, bis heute spürbar, denn hier versammelte sich das deutsche Parlament 1848 zum ersten Mal. Friedrich Schillers Statue steht hierfür Pate vor dem Bauwerk. Die Bomben im zweiten Weltkrieg verschonten leider auch diesen Platz nicht, ganz im Gegensatz zur nahegelegenen ehemaligen Reichsbank, die heute einen Teil des Außenministeriums bildet. Wie andernorts wurde auch hier nach dem Krieg wieder aufgebaut, rekonstruiert, um Berlin zumindest einen Teil seines ehemaligen Glanzes wiederzugeben.

Die Zeit der Teilung bis zum Mauerfall 1989 hat der Platz relativ gut überstanden, im Gegensatz etwa zum Potsdamer Platz der einem Niemandsland glich da er zu nah an der Mauer lag und nun von den "Golden Twenties" weniger zeigt als von moderner Bauleistung im letzten Jahrzehnt. Berlin ist die Stadt der Kuppeln, nicht nur am Gendarmenmarkt, sondern auch im Regierungsviertel, wo das neuste Exemplar auf dem Reichstag, der s.g. "Eierwürmer" von Norman Forster zu bewundern ist. Der Gendarmenmarkt bleibt dennoch symptomatisch für die Entwicklung und das Schicksal Berlins und für das vieler Straßen und Plätze in der Deutschen Hauptstadt. Ob Potsdamer Platz, Pariser Platz, Platz der Republik, sie alle tragen die Narben der Entwicklung seit dem 18. Jahrhundert und haben doch ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen. Ich würde mich freuen, wenn Sie eine Platzkarte ziehen und sich von den vielfältigen Facetten dieser Stadt, die ich Ihnen gerne zeigen möchte, überraschen lassen.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!